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Reisen kann jeder – auch du!

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Reisen kann jeder – auch du!

Viele Menschen sagen mir, dass sie mich beneiden und oft werde ich gefragt, wie ich das finanziell mache, dass ich so lange reisen kann. Viele würden auch gerne länger reisen, denken aber, dass sie sich das nicht leisten können. Ich sage dir, das ist kompletter Schwachsinn!

Klar, in Foren und Facebook Gruppen schreiben Leute manchmal, dass man in einem Jahr CHF 30’000.- oder mehr braucht. Wenn du dich die ganze Zeit in Luxushotels und teuren Ländern aufhältst, dann schaffst du das auch bestimmt. Falls das für dich aber kein Muss ist, verrate ich dir sehr gerne, wie ich unterwegs bin und wie es noch viel günstiger gehen würde. Ich behaupte, dass du für CHF 600.- einen Monat leben kannst auf der Welt!

Ich wurde unteranderem inspiriert von Stephi, einer Deutschen, die du unter ihrem spannenden Blog www.freileben.net findest. Sie zog damals mit EUR 2’000.- mit ihrem fünfjährigen Sohn los. Solltest du dir jetzt denken, dass das verantwortungslos war oder das arme Kind doch in den Kindergarten und die Schule muss, Ich empfehle dir dringend einen Blick auf ihren Blog zu werfen. Die ganze Geschichte ist spannend wie faszinierend auf verschiedene Art und Weise.

Sparen & Vorbereitung

Als erstes habe ich meine Weltreise 1 Jahr lang geplant. Das bedeutet, dass ich 1 Jahr möglichst viel gespart, möglichst wenig Neues gekauft und vieles verkauft und gespendet habe.

Flohmarkt

An drei Flohmärkten hatte ich zum Beispiel sehr vieles, was sich über die letzten Jahre angesammelt hatte (und glaub mir, das war seeeehr viel!) verkauft. Meine Freundin, die mich seit 20 Jahren kennt, traute ihren Augen nicht, als sie all meine Sachen sah. Das sind zwei Fotos von unserem dritten Flohmarkt (am Anfang hatte ich mindestens drei Mal so viele Sachen).

Flohmarkt Flohmarkt

Das tolle dabei war, es machte uns riesig Spass! Es war toll zu sehen, wie viele Käufer Freude hatten, an meinem “Kram”.

Meine Möbel habe ich vermietet und mein restliches Hab und Gut durfte ich im Dachboden meiner Nachmieter einlagern. Im Jahr meiner Vorbereitungen war mir sehr wichtig, dass ich nichts mehr Neues kaufte, ausser ich brauchte es wirklich und konnte es mit auf meine Reise nehmen. So sparte ich sehr viel Geld, denn im täglichen Leben kauft man automatisch mal dies und das weil es praktisch zu sein scheint oder einem einfach gefällt. Brauchen tut man vieles jedoch nicht.

Ich liebe es, auswärts essen zu gehen. In Zürich gibt es auch noch unendlich viele Verlockungen, was es einem nicht immer einfach macht, zu Hause zu kochen und zu essen. Vermeidest du jedoch auswärts essen und vor allem Alkohol zu trinken, kannst du sehr viel Geld sparen.

Versicherungen für alle Fälle

Ein sehr wichtiges Thema, was jeden Schweizer sehr beschäftigt, sind die unendlich vielen Versicherungen, die wir anscheinend haben müssen. Denn es kann ja immer sein, dass einmal irgendetwas passieren könnte…

Während meinen Abklärungen in der Reisevorbereitung stellte ich wieder einmal fest, dass Versicherungsvertreter alles versuchen um Versicherungsabschlüsse zu realisieren (mehr dazu weiter unten). Hätte ich alles gemacht, was anscheinend so wichtig ist, hätte ich zu Hause bleiben und weiter arbeiten müssen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wenn man gesund ist, sich selber spürt und glücklich ist, sehr oft keine ärztliche Behandlung benötigt wird. Passiert trotzdem etwas, reicht eine Auslandsversicherung oder, was ich abgeschlossen habe, eine Spitalversicherung.

Ich bin nun seit bald einem Jahr in 14 verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Standards unterwegs. Mir ist nichts passiert und ich hatte mich nicht einmal zu wenig versichert gefühlt.

Eine Haftpflicht macht ebenfalls Sinn und vielleicht die Abredeversicherung, die dich für sechs Monate nach dem letzten Job gegen Unfall versichert. Ob ich die Abredeversicherung wieder abschliessen würde, weiss ich ehrlich gesagt nicht.

Hier noch ein Tipp: Werden die Versicherungen nicht in der Schweiz abgeschlossen, kann sehr viel Geld gespart werden. Ich kann mir nicht erklären, weshalb Schweizer Krankenkassen für Auslandskrankenversicherungen so viel höhere Prämien verlangen, als Versicherungsanbieter in der EU. Falls du hierzu mehr weisst und vielleicht ein Versicherungsexperte bist, freue ich mich über einen Kommentar weiter unten.

Hinweis: Solange du in der Schweiz angemeldet bist, bist du verpflichtet, eine Grundversicherung in der Schweiz zu haben. Der einzige Weg, eine günstigere Versicherung abzuschliessen, ist eine Abmeldung aus der Schweiz. Falls du dazu Fragen hast, lass es mich gerne im Kommentar wissen, dann werde ich in einem nächsten Post gerne erklären, wie ich das gemacht habe. 

Was ist wenn …

Was ich meinte mit, dass die Versicherungsvertreter alles versuchten, um mehr Versicherungen abzuschliessen, war Folgendes: Ich hatte mich bereits fix für die Spitalversicherung für rund € 60.- pro Monat entschieden und auf die Unterlagen gewartet. Ein Vertreter rief mich dann nochmals an und meinte unter anderem, ich sei um die 30 Jahre alt und im gebärfähigen Alter. Es sei sehr ratsam, eine Schwangerschaft zu versichern. Diese Krankenversicherung hätte statt € 60.- direkt um die € 300.- pro Monat gekostet, weil ich vielleicht schwanger werden könnte.

Wenn man bedenkt, dass eine Schwangerschaft das natürlichste in der Welt ist und in jedem Land tausende Frauen jährlich Kinder gebären, finde ich das ganze ziemlich übertrieben. Oft finden Geburten ohne Hebamme und Ärzte und nur mit der Hilfe von Mutter und Schwiegermutter statt. Und ja, das funktioniert! Klar, das Risiko, dass etwas passiert bei Komplikationen, ist dann höher. Aber wie gesagt, schwanger werden und gebären sind zwei der natürlichsten Dinge, die unser Wunderwerk, namens Körper, machen kann.

Zudem gibt es auch in günstigeren Ländern oft sehr gute Krankenhäuser wo die Behandlungskosten einen Bruchteil der Schweizer Kosten betragen.

Natürlich kann immer etwas passieren, das ist richtig. Nur finde ich, wir dürfen aufhören uns gegen alle Eventualitäten absichern zu wollen und vor allem und jedem Angst zu haben. Wir dürfen viel mehr zurückkehren zum Punkt, weshalb wir hier sind: nämlich um zu LEBEN und uns weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch zu vertrauen. Vertrauen in uns selber, in unser Umfeld und in die Natur. Im Normalfall kommt alles gut. Kommt es nicht gut, ist es auch gut, nur wollen wir das oft nicht verstehen. Richtig?

Ärztliche Versorgung in Thailand

Eine Frau hat mir erzählt, dass sie von einem Hund gebissen wurde in Thailand. Sie musste ins Spital, bekam eine Spritze gegen Tollwut, mehrere Verbandswechsel und musste noch ein paar Mal zur Untersuchung ins Krankenhaus. Das alles kostete um die hundert Euro. Dies ist ein Beispiel, dass in vielen Ländern die Arzt- und Spitalkosten nicht so hoch sind wie in der Schweiz.

Es gibt keine Sicherheit

Damit fängt in meinen Augen alles an: Es gibt keine Sicherheit. Sie existiert nur im Marketing der Versicherungen und somit in unseren Köpfen.

In unserer Gesellschaft dreht sich alles um Sicherheit: Job, Wohnung, Versicherungen, Beziehung, Ehe, Rente, Bankkonto, sparen.

Doch dabei handelt es sich nur um eine Pseudo-Sicherheit. Hast du einen Job auf Lebenszeit? Wer sagt dir, dass du morgen deinen Job verlierst, dich dein Vermieter informiert, dass du dir eine neue Wohnung suchen musst? Oder gar plötzlich dein Haus abbrennt (trotz allen Sicherheiten die eingebaut wurden)?

Vielleicht verlässt dich noch heute dein Partner. Bist du sicher, dass du eine Rente bekommst mit der du leben kannst, wenn du alt bist? Und wo sind die 10 % Zinsen auf dem Bankkonto? Mir wurde all das irgendwann bewusst, denn mein Leben basierte zu einem grossen Teil auf Angst und dem festhalten an einer Pseudo-Sicherheit.

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Entstehung der Pseudo-Sicherheit

Mir ist bewusst, dass noch vor 50 – 100 Jahren viele Menschen keine Sicherheit hatten und das Leben eher schwierig war. Als dann irgendwann die grundsätzlich sinnvollen und sozialen Systeme wie Rente und Versicherung eingeführt wurden, machte das zu dem Zeitpunkt auch Sinn. In wie weit das heutige Rentensystem noch Sinn macht, kann jeder selber beurteilen. Und ob es Sinn macht, unendlich viel Geld für Versicherungen auszugeben, um sich gegen alle Eventualitäten absichern zu können, darf natürlich auch jeder Mensch selber für sich entscheiden.

Ich bin einfach der Meinung, dass das ganze Versicherungssystem mittlerweile sehr missbraucht wird, weil natürlich jede Versicherung auch ein Teil unseres kapitalistischen Systems ist. Es muss sich rentieren, die Zahlen müssen stimmen, Mieten, Löhne und andere Aufwände müssen beglichen werden können und nicht zu vergessen die Boni, damit die Mitarbeiter auch wieder zufrieden und motiviert sind (sorry, diese Ironie musste sein).

Ich finde es einfach schade, dass viele Menschen nur noch arbeiten gehen, um Rechnungen bezahlen zu können anstatt zu leben.

Vertrauen

Etwas, was ich in der Reisevorbereitung und auf meiner Reise gelernt habe ist: Vertrauen zu haben. Vertrauen in mich, in die Menschen um mich herum, in das Leben. Ich höre jeden Tag auf mich und mache fast nichts, was mir widerstrebt. Klar, auch ich drifte manchmal (krass) von diesem Weg ab. Doch irgendwann realisiere ich es und bringe mich zurück. Das sind immer wieder spannende Aufgaben für mich, an welchen ich wachsen darf.

Ich geniesse jeden einzelnen Tag und mache mir abends und morgens Gedanken, was ich am Tag machen will und abends schaue ich zurück und notiere für was ich  alles dankbar bin. Das hat mir über die letzten Monate ganz klar gezeigt, dass es keinen Grund zur Sorge gibt, das Leben toll und spannend ist und Spass macht!

Ich habe das Vertrauen in mich, dass alles gut kommt und es gut ist, so wie es kommt. Falls du an der Pseudo-Sicherheit hängst und dich einfach nicht lösen kannst, gib dir einen Ruck oder melde dich bei mir!

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Positives Denken

Ich habe festgestellt, dass mir früher negative Ereignisse viel mehr in Erinnerung blieben als Positive. Oft haben sich diese sich richtig in mich reingebohrt. Ich erinnerte ich immer wieder, dass jemand gemein war, ich mich persönlich angegriffen gefühlt hatte oder ich verletzt wurde. War jemand nett, hatte mich unterstützt und mich zum lachen gebracht, dann war das schön im Moment, ich hatte es aber oft sehr schnell wieder vergessen.

Noch vor ein paar Jahren war ich ein unglaublich negativer Mensch und hatte das in dem Moment natürlich überhaupt nicht so gesehen. Irgendwann, auf einer Reise, hatte ich mich damit auseinandergesetzt und bewusst versucht, positiv zu denken. Es war unglaublich, wie sich danach mein Leben veränderte! Klar, einfach so, nur mit positivem Denken, ändert sich nicht alles, aber es war mein Anfang für so vieles. Ich durfte lernen, dass ich an mir arbeiten darf und das in ganz vielen Bereichen.

Dankbarkeit

Wie erwähnt bin ich heute täglich für mindestens drei Sachen bewusst dankbar. Das ist das Letzte, was ich mache, bevor ich einschlafe. Es können kleine Dinge wie Begegnungen, das tolle Wetter, gesundes und leckeres Essen, Unterstützung, die schöne Natur, ein gutes Glas Wein, ein tolles Gespräch oder was auch immer sein. Dies hat zwei Vorteile: ich schlafe mit positiven Gedanken ein und ich mache mir bewusst, was ich für einen tollen Tag hatte. Und damit realisiere ich oft auch an weniger tollen Tagen, dass der Tag trotzdem ein toller war.

Das hilft mir auch zu wissen, dass immer alles gut kommt und mir Zeit für mich zu nehmen, zu reflektieren und mich auf den neuen Tag zu freuen. Was ebenfalls damit zusammenhängt ist die Motivation, etwas zu tun. Etwas zu erleben, zu verändern, jemanden zu inspirieren, andere zu unterstützen und mich auszutauschen.

Du denkst dir jetzt vielleicht, dass ich etwas vom Thema abgeschweift bin. Für mich gehört das jedoch alles irgendwie zusammen, denn es hängt alles mit der eigenen Einstellung, dem Mindset, zusammen.

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Mut

Würdest du gerne reisen, denkst aber, dass du das alleine nicht kannst und hast zu viele Fragen und Fragezeichen im Kopf? Ich kenn das nur zu gut! Einige Freunde wussten schon vor mir, dass ich das machen sollte. Als sie mich nett darauf hingewiesen hatten, wurde ich wütend. Im Nachhinein war mir klar warum – sie hatten recht! Oft machen uns unbekannte Dinge und Situationen Angst und dann gehen wir wieder einen Schritt zurück. Aber ist es nicht genau das, was das Leben ausmacht? Wir alle fühlen uns viel wohler in unserer Komfortzone. Aber da draussen, da geht das Leben ab, da ist die Magie. “Der Mensch ist ein Gewohnheitstier”, heisst es. Das heisst aber nicht, dass wir das nicht ändern können, oder?

Jedes erste Mal macht uns nervös und vielleicht ein wenig Angst. Als Kind sind die ersten Worte und Schritte etwas unsicher, aber mit jeder Wiederholung klappt es besser. So ist es mit allem im Leben und wird sich auch nie ändern. Zum Glück, sonst wär es ja langweilig.

Als ich vor Jahren das erste Mal alleine nach New York flog, fand ich das auch irgendwie komisch. Das erste Mal alleine essen, die ganze Zeit alleine rumlaufen, alleine entscheiden. Das war ungewohnt aber ich lernte es sehr zu schätzen. Heute ist das alles ganz normal und ich schätze die Zeit mit mir sehr und würde sie nie mehr hergeben. Dabei ist nichts schwierig oder gefährlich und das kann jeder, auch du!

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Urlaub vs. Reisen/Leben

Wichtig zu wissen ist, dass ich reise und keinen Urlaub mache. Das ist meistens ein grosser Unterschied in den Kosten. Viele machen zwei Wochen Urlaub, was mit allem drum und dran CHF 2’000.- oder mehr kostet, weil sie sich etwas gönnen und sich auch erholen wollen. Ich habe das schon früher nie gemacht, weil es mir viel mehr wert war, mehrere Male im Jahr Städtetrips oder ein paar Wochen Urlaub zu machen, als nur einmal für zwei Wochen irgendwo hin zu fliegen und dann wieder ein Jahr warten zu müssen. Aber so ist natürlich jeder verschieden.

Damit es einem gut geht und man glücklich ist, braucht es kein teures Leben. Die Länder, die ich bisher bereiste, von Osteuropa über Georgien, Aserbaidschan, Iran, Thailand nach Vietnam, in die Philippinen, nach Taiwan und Südkorea sind beispielsweise günstig, im Vergleich zur Schweiz.

Nachfolgend möchte ich dir gerne aufzeigen, wie günstiges Reisen einfach möglich ist. Für Jeden, auch für dich!

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Verpflegung auf Reisen

In den meisten Ländern gibt es Märkte, auf welchen leckeres Gemüse und Früchte günstig gekauft werden können. Das ist meistens wirklich sehr günstig. In Serbien und Bosnien wurde mir vieles geschenkt, weil ich weniger als 1 kg kaufen wollte und die Verkäufer das nicht wägen und berechnen konnten. Für ein paar Franken bekommst du in vielen Ländern sehr viel für dein Geld.

Je nachdem ist auch essen in Restaurants und auf der Strasse ab CHF 0.50 möglich. Natürlich kommt es auch auf die Qualität an und wo du isst. So kann ein Menü aber auch mal CHF 5.00 oder mehr kosten, das hängt aber ganz davon ab, was du möchtest und dir wichtig ist.

Mir ist eine gesunde und vegane Ernährung sehr wichtig, weshalb Essen mein grösster Kostenblock ist.

Gibt es im Hostel eine Küche, kannst du auch gut und günstig selber kochen. Dasselbe gilt, wenn du dir auf Airbnb eine Wohnung oder ein Zimmer in einer Wohnung mietest, was oftmals nicht teurer ist als ein Hostel.

Mit Happy Cow finde ich immer sehr gute Restaurants. Wie auch auf Tripadvisor oder anderen Plattformen stehen $$$-Zeichen für teure Restaurants und $-Zeichen für günstige.

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Übernachtung

Meistens suche ich mir ein Bett in einem Dorm (Mehrzimmerbett) in einem Hostel. Mir ist wichtig, dass es schön und sauber aussieht, nicht zu dunkel ist und ich mich wohlfühle. Dafür bezahle ich meistens CHF 4.00 – 15.00 pro Nacht. Ich glaube die teuerste Nacht war im Iran oder auf den Philippinen einmal um die CHF 20.00. In weniger touristischen Regionen sind die Übernachtungen teurer, da es nicht so viele Angebote und selten Hostels gibt.

Bewertungen

Die verschiedenen Plattformen wie HostelworldBooking oder Airbnb haben einen sehr grossen Vorteil: die Bewertungen! Anhand dieser siehst du sehr schnell, ob dir ein Hostel zu sagt oder nicht. Partyhostel, dreckig, unbequem, laut. Das sind eher Beschreibungen, die mich von einer Buchung abhalten. Hingegen freundliche Mitarbeiter, gemütlicher Aufenthaltsraum, ruhig, sauber, Warmwasser und gutes Wifi sprechen mich an. Das ist natürlich alles sehr individuell, aber so weisst du sehr gut, worauf du dich einlässt.

Zudem gibt es Wegbeschreibungen, Distanzangaben und eine interaktive Karte. Eine Planung ist somit sehr einfach. Durch die einfachen Filteroptionen können Preise, Unterkunftsart, Lage, etc. eingegrenzt werden, was eine Entscheidung erleichtert.

Manchmal wünsche ich mir auch etwas Spezielles und dann finde ich ein tolles Apartment wie in Hanoi, in dem ich vier Zimmer, ein grosses Wohnzimmer, eine grosse Küche und ein modernes Bad für mich hatte und CHF 13.00 pro Nacht bezahlte. Oder als ich gehört habe, dass Dubai schweineteuer sein soll, schaute ich mal auf Airbnb, was es so gab. Mich sprach ein Hostel im 66. Stock sofort an und ich buchte es für rund CHF 20.00 pro Nacht. Du siehst, alles ist möglich!

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Eine weitere tolle Möglichkeit, ein Land zu entdecken und Einheimische kennenzulernen, bietet www.couchsurfing.com. Hier findest du einen Schlafplatz umsonst. Die Idee von Couchsurfing ist eine sehr soziale und dass ein Austausch stattfindet. Dies sollte natürlich nicht ausgenutzt werden.

SIM-Karte

Die Schweiz hat extrem hohe Roaming-Gebühren, wenn das Handy im Ausland verwendet wird. Zwar werden spezielle Pakete für das jeweilige Land angeboten, was aber ehrlichgesagt ein Witz ist. Eine lokale SIM-Karte kann für ein paar Franken einfach gekauft werden. Meist ist die Internetnutzung unbegrenzt und einige Minuten ins lokale Netz sind inbegriffen.

Ich kaufe mir in jedem Land eine SIM-Karte und bin immer happy damit. So kann ich googlemaps laufend und aktuell benutzen, bin immer erreichbar, wenn ich möchte, und kann mein iPhone wie gewohnt für alles verwenden. Im einzigen Land wo es keinen Sinn machte, war Südkorea. Da waren prepaid SIM-Karten noch nicht so bekannt und deshalb sehr teuer. für 2 GB hätte ich CHF 15.00 bezahlen sollen.

Auch hier ist es, zumindest für mich, ein Unterschied, ob man zwei Wochen in den Urlaub fährt, runderfahren und sich erholen will, oder ob man länger reist und auf der Welt lebt und sowieso erholt ist.

Transport

Grundsätzlich laufe ich sehr viel. Im Normalfall laufe ich alles was bis 2 km Distanz ist, ausser es regnet, ist viel zu heiss oder ich bin einfach müde. Ansonsten benutze ich den Öffentlichen Verkehr, wenn vorhanden, oder günstige Taxis. Die Ticketpreise für den ÖV sind meistens wirklich sehr günstig. In Thailand bezahlte ich einmal knapp 20 Rappen für eine Busfahrt und in Taiwan kostete eine Metrofahrt etwa 50 Rappen. Selten benutze ich normale Taxis oder Bike-Taxis. In den meisten Ländern gibt es Uber oder andere Taxi ähnliche Organisationen und entsprechende Apps.

In Asien ist “Grab” sehr verbreitet. Das gute dabei finde ich, dass die Fahrer zu einem fixen Preis fahren und ich jeweils keine Diskussionen habe, wie mit regulären Taxis. So passiert es auch nicht, dass ich 10 mal zu viel bezahle, weil der Taximeter einen “Touristen”-Knopf hat.

Um die Umgebung zu entdecken eignen sich oft Fahrräder und Roller sehr gut. In manchen Ländern, wie beispielsweise Taiwan, solltest du jedoch einen internationalen Führerschein dabei haben. Diesen kannst du bei deinem Strassenverkehrsamt bestellen. Für Zürich findest du die Informationen hier. Die Kosten betragen CHF 15.00 und er ist 3 Jahre gültig.

Arbeiten

Das beste ist natürlich, wenn du einen Job hast, bei dem du nicht an einen Ort gebunden bist. Du kannst deinen Laptop einpacken und reisen mit arbeiten verbinden. Vielleicht hast du einen flexiblen und modernen Arbeitgeber und das ist, zumindest, teilweise möglich? Oder bist vielleicht selbstständig? Oder willst dich selbstständig machen? Schon mal darüber nachgedacht?

Falls ortsunabhängiges Arbeiten für dich neu ist oder du nicht weisst wie was wo du machen kannst, dich aber grundsätzlich dafür interessierst, darfst du dich sehr gerne bei mir melden. Ich setzte mich schon länger mit dem Thema auseinander und kann dir einige Blogs, Communities und Informationen und digitale Nomaden empfehlen.

Arbeit gegen Unterkunft

Zudem kannst du auf der ganzen Welt als Volunteer arbeiten oder unter www.workaway.info deine Zeit/Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung anbieten. Falls das ein Thema für dich ist, dann findest du bestimmt passende Aufgaben. Die Seite hat viele verschiedene Filteroptionen und ist sehr einfach zu bedienen. Es gibt auch viele Hostels, wo du täglich ein paar Stunden arbeiten und dafür umsonst wohnen kannst.

Die Welt ist voll von tollen Angeboten!

Fazit

Alles in Allem kann ich dir nach mehr als 9 Monaten reisen und auf der Welt leben sagen, dass ich immer gesund war (mit einer kleinen zweitägigen Durchfallpause), mir nie etwas gestohlen wurde und ich auch nichts verloren habe und ich jeden einzelnen Tag lebe und geniesse! Was ich bis jetzt schon erlebt und gelernt habe, ist unbezahlbar!

Finanziell habe ich pro Monat rund CHF 1’000.00 ausgegeben, inkl. Flügen. Ich achte darauf, dass ich das Geld nicht zum Fenster raus schmeisse, schränke mich aber nicht besonders ein.

Das alles wäre bestimmt auch für CHF 600.00 möglich pro Monat. Wenn du nun also CHF 5’000.- sparst und in günstigen Ländern reist, kannst du damit mindestens 6 Monate unterwegs sein. Wenn du mehr couchsurfst oder arbeitest, dann ist deine Reise beliebig ausdehnbar.

Du siehst, eine längere Reise ist sehr gut machbar, für Jeden, auch für dich!

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